Die Champions League in der letzten Woche klargemacht, aber die Saison geht noch weiter: An einem sommerlichen Wochenende musste der BVB leider, leider noch einmal antreten. Diesmal führte die Reise nach Gladbach zu den Ponys. Eigentlich ist Gladbach immer ein dankbarer Gegner und gönnt uns regelmäßig die drei Punkte. Deswegen war die Laune insgesamt auch gut im Gästeblock, obwohl der Gladbacher Stadionsprecher - und das muss ich an dieser Stelle ehrlich mal sagen - das Charisma einer Schieferplatte hat. Vielleicht sogar genau deswegen.
Da Mainz in der Partie vorher bereits 2:1 gegen St. Pauli gewonnen hatte, war der Klassenerhalt von Gladbach praktisch schon geschafft. Für den BVB ging es um das Festmachen der Vizemeisterschaft.
Die Heimkurve zeigte eine zwar gewohnt farblose, aber dennoch sehr sehenswerte Choreo vor Spielbeginn, während der Gästeblock sich mit "Stein um Stein" auf die Partie einstimmte.
1. Halbzeit
Beim BVB startete erneut Inacio, der in der letzten Partie gegen Freiburg überzeugte und auch Reggiani durfte mal wieder von Anfang an ran.
Die erste Halbzeit ist allerdings kaum der Erwähnung wert. Gladbach war die etwas aktivere Mannschaft, kam aber kaum gefährlich vor den Dortmunder Kasten.
Der BVB hingegen versuchte gar nicht erst ein Offensivspiel aufzuziehen, sondern konzentrierte sich auf das eiserne verteidigen eines 0:0's gegen eine Mannschaft, die so ideenlos wie unfähig wirkte. Fazit der 1. Halbzeit: Kann-nicht spielt gegen will-nicht.
2. Halbzeit
Die zweite Halbzeit führte den Trend von Halbzeit eins fort. Bis etwa zur 60. Minute, als der BVB Svensson für Beier brachte und etwas aktiver wurde. Borussia legte hauchzartes Offensivspiel auf und kam sogar zu vereinzelten, aber extrem harmlosen Abschlüssen. Gladbach lauerte nun stärker auf Konter und belohnte sich schließlich in der 88. Minute als Tabakovic einen langen Ball gut verarbeiten und im Dortmunder Kasten unterbringen konnte. Zunächst wurde vom Linienrichter Abseits angezeigt, welches aber vom VAR einkassiert wurde, was selbstredend zu guter Laune bei denm Farblosen im Stadion führte. Der BVB konnte anschließend nix mehr nach vorne bringen, sodass das Spiel letztlich auch 1:0 verloren ging.
Nach dem Spiel
Top-Thema war auch in Gladbach der Aufstieg eines Provinzklubs aus der Nähe von Dortmund in die erste Liga, zu welchem Gladbach neuerdings ein freundschaftliches Verhältnis pflegt - so von Provinzklub zu Provinzklub. Die Provokationen Richtung BVB-Block wurden nur mit einem einmaligen TuHdS04 quittiert. Da hatten sich die Ponys sicher mehr Ärger unsererseits erhofft.
Für den BVB steht fest, dass Kovac die Mannschaft nicht mehr dazu motiviert kriegt, ein Bundesligaspiel seriös anzunehmen. Die Champions League ist sicher und Platz 2 auch (praktisch). Jetzt muss Dortmund aufpassen nicht einen kompletten Schlendrian reinzukiegen und die Saison nur sehr unglücklich zu Ende zu bringen. Gegen Frankfurt wie auch gegen Bremen wird es so jedenfalls auch nicht für einen Sieg reichen, was den Fans, die trotz der geringen Bedeutung zu diesen Spiele fahren, nicht gerecht wird.
Also: Arsch hoch und noch zweimal konzentriert spielen. Dann haben wir es alle geschafft.
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