Die BVB-Handballdamen gewinnen gegen Blomberg-Lippe Auf dem Weg zum Ziel
Am Sonntagnachmittag spielten die Handballerinnen des Ballspielvereins im ersten Finalspiel um die Meisterschaft gegen die HSG Blomberg-Lippe. Wie das Spiel in der Halle Wellinghofen verlaufen ist, lest ihr in unserem Spielbericht.
Während sich Dortmunds Handballerinnen in den Halbfinalspielen mit zwei Siegen aus zwei Spielen gegen die Flames durchsetzen konnten (34:32 und 29:31), musste die HSG Blomberg-Lippe gegen den Thüringer HC den Weg über ein entscheidendes drittes Spiel gehen, um in die Finalserie einzuziehen. Mit dem heutigen Heimspiel wollten die Schwarzgelben die notwendige Grundlage legen, um das Double in diesem Jahr perfekt zu machen.
Erste Halbzeit
Die Dortmunderinnen starteten zunächst mit Sarah Wachter, Lara Egeling, Guro Nestaker, Kaja Kamp Nielsen, Alina Grijseels, Déborah Lassource und Kelly Vollebregt.
Man merkte bei beiden Mannschaften von Beginn an, worum es bei diesem Spiel ging und dass beide Teams alles reinwerfen wollten. Doch es waren die Borussinnen, die durch Kelly Vollebregt zuerst zum 1:0 einnetzten (1.). Die HSG antwortete jedoch direkt mit dem 1:1 Ausgleichstreffer durch Nieke Kühne (2.). Die Schwarzgelben erhöhten nun durch Kelly Vollebregt (2.) und Déborah Lassource (5.) auf 3:1, ehe die Gäste wieder auf 3:3 gleichzogen (6.).
Nach dem 4:3 durch Kelly Vollebregt (7.) konnte Blomberg eine Zwei-Minuten-Überzahl nutzen, um das Spiel zu drehen und mit 4:6 davonzuziehen (9.). Auch weil Dortmund es in dieser Phase nicht schaffte, die eigenen Chancen zu nutzen, erhöhte Blomberg auf 6:9 (13.). Dies nahm Henk Groener zum Anlass für das erste Timeout (14.).
Dies sollte kurzfristig erfolgreich sein, sodass Guro Nestaker zum 7:9 einnetzte (14.). Doch Blomberg spielte konsequent, während die Borussinnen offensiv und defensiv fahrig agierten. So stellte die HSG in der 21. Minute auf 9:14. Beide Teams kämpften im weiteren Verlauf der ersten Hälfte, Blomberg zog immer wieder weg, doch Dortmund kam auch immer wieder auf drei Buden heran. Den letzten Treffer erzielte Guro Nestaker zum 14:17 Pausenstand (30.).
Zweite Halbzeit
Melinda Szikora entschärfte die erste Offensivgelegenheit der HSG im zweiten Durchgang, aber nach einem technischen Fehler der Dortmunderinnen netzte Blomberg zum 14:18 ein (32.). Doch Kelly Vollebregt hielt mit ihrem 15:18 dagegen (33.), ehe Alina Grijseels durch zwei Buden auf 17:18 (35. und 36.) verkürzte. Die Schwarzgelben spielten sich in einen kleinen Rausch, sodass Guro Nestaker zum 18:18 ausglich (37.). Die HSG nahm nun eine Auszeit, um diesen Lauf zu unterbrechen. Doch Melinda Szikora glänzte mit einer Doppelparade (38.) und hielt das 18:18 fest.
Mehr noch. Kelly Vollebregt brachte die Borussia mit 19:18 in Führung (39.). Die Halle Wellinghofen stand Kopf. Nun nutzten die Borussinnen eine eigene Zwei-Minuten-Überzahl und erhöhten durch Déborah Lassource auf 21:19 (42.), ehe die HSG wiederum zum 21:21 ausglich (44.). Es blieb weiterhin eng, jedoch konnten die Dortmunderinnen kurz vor dem Schluss durch Lara Egeling (57.) und einem Hammerwurf von Guro Nestaker (59.) auf 28:26 stellen.
Und was nun folgte, das war Dramatik pur. In der 60. Minute bekam die HSG einen Siebenmeter zugesprochen und Sarah Wachter betrat den Platz. Doch sie konnte das 28:27 nicht verhindern. Den folgenden Angriff konnte Dortmund nicht erfolgreich umsetzen, vielmehr bekam Blomberg in der letzten Sekunde einen weiteren Siebenmeter. Und Sarah Wachter hielt! Sie hielt! Die Halle Wellinghofen explodierte, der Jubel kannte keine Grenzen.
Fazit
Die 1.520 Personen sahen in der Halle Wellinghofen eine an Dramatik und Spannung nicht zu überbietende Partie mit einem positiven Ausgang für Schwarzgelb. Jetzt stehen alle Tore offen, das Double in dieser Saison perfekt zu machen.
Ausblick
Im zweiten (und ggf. dritten, was wir aber nicht hoffen) Finalspiel müssen Dortmunds Handballerinnen auswärts in Blomberg antreten. Anwurf des zweiten Spiels der Finalserie ist am kommenden Sonntag (24.05.2026) um 16:30 Uhr in der Sporthalle an der Ulmenallee. Alle Karten für den Gästeblock sind bereits vergriffen.
Auf dem Weg zum Ziel, keiner kann dich halten!
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