Warmlaufen

Wiesbaden-Spieler hat schon als Kind in BVB-Bettwäsche geschlafen

06.08.2021, 00:00 Uhr von:  Kevin
Lesezeit: ca. 7 Minuten
Sascha Mockenhaupt liegt als kleiner Junge in seinem mit BVB-Bettwäsche bezogenem Bett
Sascha Mockenhaupt hatte bereits als kleiner Junge einen guten Geschmack
© Foto: Sascha Mockenhaupt auf Instagram (@ m_ocki)

Am Samstagabend (20:45 Uhr) startet Borussia Dortmund bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden in die neue Saison. Knapp 5.000 Zuschauer sind im Stadion dabei. Bei den Hausherren trifft ein leidenschaftlicher BVB-Fan auf seine Lieblingsmannschaft.


Für viele BVB-Fans zählt die erste Pokalrunde im Normalfall zu den interessantesten Spielen des Jahres. Durch die Regelung, dass die Erstligisten in jedem Fall einer unterklassigen Mannschaft zugelost werden, springen in den meisten Fällen interessante Reiseziele heraus. Stadien, Städte und Mannschaften, die man als BVB-Fan im normalen Ligabetrieb in den nächsten Jahren nicht zu Gesicht bekommen würde.

So durften wir in den letzten Jahren unter anderem zu Eintracht Trier, Greuther Fürth oder auch zum Chemnitzer FC. Das zugeloste Erstrundenspiel gegen den MSV Duisburg vorangegangene Saison fiel leider schon den Corona-Bestimmungen zum Opfer. Herrjemine, was wäre das für eine geile Auswärtsfahrt gewesen.

BVB-Fans stehen im Gästebereich der BRITA-Arena von Wehen Wiesbaden
In der Saison 2009/2010 waren die BVB-Amateure zu Gast in Wiesbaden. Der Gästeblock wird dieses Mal wesentlich leerer sein

Wiesbaden mit großem BVB-Fan auf dem Platz

Dieses Jahr geht es in der ersten Pokalrunde also für einige wenige BVB-Fans in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. 5000 Zuschauer sind in der BRITA-Arena zugelassen. Die Mannschaft von SVWW-Trainer Rüdiger Rehm erzielte in der abgelaufenen Saison einen sicheren Platz im oberen Tabellendrittel. Zu den Auf- und Abstiegsplätzen fehlten in jede Richtung knapp 15 Punkte. Für solche Konstellation wurde die Beschreibung „gesichertes Mittelfeld“ vermutlich erfunden.

Ein BVB-Fan wird am Samstagabend eine sehr kurze Anreise haben. Wiesbadens Abwehrspieler Sascha „Mocki“ Mockenhaupt – übrigens leidenschaftlicher Streamer auf Twitch – wird am Samstag gegen seine Lieblingsmannschaft spielen. Um Erling Haaland zu stoppen, hat sein Sohn ihm einen wichtigen Tipp mitgegeben: „Mein Sohn hatte eben beim Essen eine Riesenidee. Er meinte, wenn mir Haaland wegläuft, soll ich ihm hinterherlaufen und ihn umgrätschen. Daran werde ich mich vielleicht orientieren." Mockenhaupt war schon als kleiner Junge leidenschaftlicher Fan des besten Vereins der Welt und hat sich diese Liebe auch trotz eigener Profi-Karriere erhalten.

Der Drittligist aus Wiesbaden hat dem BVB Gegenüber einen Vorteil: Der SVWW ist bereits in die Saison gestartet und hat die ersten Pflichtspiele absolviert. "Wir sind schon im Wettkampfmodus, das wollen wir ausnutzen", betont Rehm auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir wissen, dass wir defensiv im Moment sehr gut stehen, das brauchen wir auch am Samstag." Für die gute Defensive ist auch Sascha Mockenhaupt verantwortlich. Trotz guter Chancen sind die Wiesbadener in der Liga aber bisher auch noch ohne eigenen Torerfolg.

Erling Haaland beobachtet seinen Gegner im Testspiel gegen Bologna ganz genau
Ist immer auf der Lauer: BVB-Stürmer Erling Haaland (links)
© schwatzgelb.de

Wie das Spiel am Ende ausgehen wird, ist für BVB-Fan Mockenhaupt aber fast schon zweitrangig. „Für mich ist das schon was ganz Besonderes. Ich versuche, jede Sekunde zu genießen. Es wird ein bisschen surreal werden." Die Favoritenrolle schiebt er ganz klar zu seiner Lieblingsmannschaft: „Wenn wir beide an 100 Prozent rankommen, dann verlieren wir deutlich.“

Kobel vor Debüt

Sein erstes Pflichtspiel für den BVB wird am Samstag in Wiesbaden wohl Gregor Kobel bestreiten. BVB-Trainer Marco Rose wird den 15-Millionen-Zugang aus Stuttgart wohl starten lassen. Das hat Marco Rose bereits duchblicken lassen: „Wenn wir Gregor holen, dann als Nummer 1“, betonte Rose vor dem Spiel. Ob Kobel aber die Nummer 1 bleiben wird beim BVB, wird sich erst nach einigen Spielen zeigen. „Das ist nicht in Stein gemeißelt. Er muss zeigen, dass das Trikot nicht zu schwer ist. Die anderen Jungs machen von hinten Druck.“

Druck gemacht hat auch Kapitän Marco Reus in der Saisonvorbereitung, als er betonte, dass der Kader das Zeug dazu hat, "Meister und Pokalsieger" zu werden. An diesen Worten werden sich die Spieler und auch Neu-Trainer Marco Rose in den kommenden Wochen messen lassen müssen. Den ersten Grundstein für einen weiteren Schwarz-Gelben-Pokalsieg kann die Mannschaft am Samstagabend in Wiesbaden legen.

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