Fünfunsechzich: Allet Gute, Erwin Kostedde
"Erwin Kostedde wird Fünfunsechzich", sagt Oma. Ich verstehe nur Hostedde und sehe vor meinem geistigen Auge Kinder im Bayernknippi (kurze Hosen mit Hosenträgern nach Lederhosenart geschnitten) vor Schlackehalden - wie sie Ball spielen, Kleingärten und Zechensiedlungen. In Sichtweite dieses Dortmunder Vororts, an der Hostedder Straße, thront der Förderturm der Zeche Gneisenau. Der längst (1985) stillgelegte Schacht verlor zweimal bei Unglücken insgesamt 28 Knappen (1887, 15 Bergleute durch eine Schlagwetterexplosion und 1902 insgesamt 13 Kameraden beim Dynamitabladen); einer davon stammte aus meiner Familie. Wo war ich? Stimmt, beim Erwin.
21.05.2011 · Redaktion