Auch wenn der Spanier nur 1,5 Jahre für Schwarz-Gelb auflief, mutierte er mit seiner sympathischen Art ziemlich zügig zum Publikumsliebling. Dabei dürfte eine Szene allen BVB-Fans nach wie vor ins Gedächtnis gebrannt sein.
Während sich die Dortmunder Anhänger am 11. April 2017 schon im und ums Stadion tummelten, machte sich Marc Bartra mit seinen Teamkollegen im Bus auf den Weg zur Spielstätte. Doch die schönste Nebensache der Welt sollte an diesem Abend nicht angepfiffen werden. Ein Bombenanschlag auf die Mannschaft verhinderte das.
Mir fehlen auch 09 Jahre später, nach dem ich die Nachricht in der Roten Erde erhielt, die Worte für das, was dort geschehen ist. Fast schon ein Wunder, dass nur ein Spieler dabei (körperlich) verletzt wurde. Sein Name? Marc Bartra.
Aber ein gebrochener Arm und Splitter von der Explosion konnten den Spanier nur kurz ausbremsen. Legendär der Moment, als Bartra bereits nach wenigen Wochen wieder vor der Süd stand und die Faust mit dem eingegipsten Arm gen Himmel streckte. Unkaputtbar.
Unkaputtbar – sinnbildlich für Marc Bartra, aber auch für den BVB. Egal, was kommen mag, wir stehen immer wieder auf. Uns kriegt niemand klein.
Und auch wenn Marc Bartra 2018 die Seiten gewechselt hat und am Mittwochabend unter Flutlicht in Grün-Weiß statt Schwarz-Gelb auflaufen wird, so wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einem tosenden Applaus empfangen werden. Denn diese Zeit und dieser eine Moment vor der Süd wird uns für immer verbinden. Für immer einer vor uns.
Dortmund wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Beim BVB war ich glücklich.
Unkaputtbar, aber doch besiegbar. Das gilt zumindest hoffentlich für den Abwehrspieler, der 2017 mit dem BVB den DFB-Pokal holte. Denn bei aller Liebe und Verbundenheit: die drei Punkte bleiben hier. Dabei gehen die Männer aus Sevilla ungeschlagen in dieses Duell: 9 von 9 Punkten gab es für das Team von Manuel Pellegrini. Zeit für uns, gleichzuziehen.
Heja BVB!