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Der BVB empfängt den HSV

Es geht wieder los!

Die Südtribüne mit vielen Fahnen vor dem Spiel
Die gelbe Wand ist hergerichtet · Bild: bvb-fotos.de

105 Tage ist es her, dass der BVB von der Bühne Bundesliga abgegangen ist. Die Kritiken der Saison hallten lange nach. Die Enttäuschungen über das Abschneiden in den Pokalwettbewerben wurden durch das Erreichen des zweiten Platzes in der Bundesliga nur teilweise gelindert, denn wirklich überzeugen konnte der BVB in der letzten Saison nicht. Besonders die Spielweise, die wenig Unterhaltendes anbot, stand häufig im Fokus der Kritik. Doch mit den Neuverpflichtungen  von Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias, Justin Lerma und Joey Veerman für das Mittelfeld erhofft man sich neuen Schwung und mehr Kreativität als in der Vorsaison. Letzteres konnten die Akteure im Supercup gegen die Bayern schon andeuten. Mit der Verpflichtung von Joane Gadou erhält man einen weiteren Innenverteidiger mit viel Potential, der entweder später mal eine hohe Ablöse bei guter Entwicklung einbringt oder Nico Schlotterbeck ersetzt, wenn dieser von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen sollte.

Genauso spannend wie die Liste der Neuzugänge ist die Liste der Spieler, die nicht zum BVB wechselten. Mit einem möglichen Transfer von Said El Mala wurde der „Normalsterbliche-Fan“  über Wochen hinaus tyrannisiert. Etwas schneller kam die Absagen aus Barcelona für den Spieler Hector Fort (RV). Für beide Spieler war der BVB nicht bereit, finanziell „unvernünftig“ zu handeln bzw. blieb seinen neuen Prinzipien treu. Überraschend war zumindest, wie gut der BVB vorbereitet war, als sich herauskristallisierte, dass der Transfer von El Mala nicht zu stemmen ist und man wenige Tage später gleich drei neue Spieler präsentierte. Vielleicht war die Verpflichtung von  Sportdirektor Ole Book, die beste seit langer Zeit.

Zweikampf zwischen Bellingham und einem Hamburger
Bellingham hat sich diese Saison viel vorgenommen, doch der Konkurrenzkampf im Mittelfeld ist groß · bvb-fotos.de

Anders verlief der Transfersommer beim heutigen (weglassen) Gast aus Hamburg. Gleich sieben neue Spieler verpflichtete der HSV bei acht Abgängen. Besonders im Sturm hat sich der HSV mit Patson Daka einen interessanten Spieler geangelt, dem trotz seines Alters von 27 Jahren noch der große Durchbruch zugetraut wird. Neben Daka bringt auch Albert Sambi Lokongo internationale Erfahrung aus der Premier League mit, wenn auch nur mit überschaubaren Einsatzzeiten. Lokonga war bereits letzte Saison an den HSV ausgeliehen. Ein anderer Neuzugang kam am Wochenende im Pokal gleich zu seinem ersten Pflichtspieltor für seinen neuen Arbeitgeber. Albert Gronbaek, dänischer Nationalspieler, wechselt von Stade Rennes an die Elbe. Ganze 10 Millionen investierte der HSV in neue Spieler, ungefähr den gleichen Betrag nahm man durch Verkäufe ein. Finanziell ist der HSV noch Welten vom BVB entfernt und so gilt es auch in diesem Jahr erstmal den Klassenerhalt sicher zu erreichen. Trotzdem dürfte so manch einer von den 8.000 mitgereisten Hamburgern von einer kleinen Überraschung in Dortmund träumen. 

Schon am 27. Spieltag der letzten Saison schnüffelte der HSV an einer kleinen Überraschung: Gegen den HSV konnte/musste der BVB  nach einem 0:2-Pausenrückstand noch das Spiel drehen. Nach Toren von Philip Otele und Albert Sambi Lokonga schlug der BVB in der zweiten Halbzeit durch einen Treffer von Serhou Guirassy sowie zwei verwandelte Elfmeter von Ramy Bensebaini zurück.

Rauch und Bengalos im Gästeblock
Bereits in der letzten Saison haben die Hamburger ihr Comeback in der Bundesliga gefeiert · bvb-fotos.de

Seit vielen Jahren ist der schönste Spieltag in der Bundesliga der erste, zumindest, solange er noch nicht gespielt wurde. Bis zum Anpfiff darf man von großen Erfolgen und Triumpfen träumen und davon, dass die Bayern einmal schwächeln. Und auch wenn man sich in der letzten Saison oft geärgert hat und auf den Trainer und sein System geschimpft hat, der erste Besuch nach der Sommerpause hat einen gewissen Zauber. Endlich wieder Fußball, endlich wieder Westfalenstadion. Und auch wenn man nicht jeden mit Namen im Block kennt, vielleicht nie ein Wort miteinander gewechselt hat, ist es schön, wieder alle beisammen zu sehen und gemeinsam träumen zu dürfen.

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