Natürlich hoffen wir nicht, dass es dazu kommt. Dennoch wird man mit einem mulmigen Gefühl ins Westfalenstadion gehen. Erinnerungen an die Spiele gegen Leverkusen in der vergangenen Saison werden wach. Nach dem Sieg in Leverkusen am 29.11.2025 folgte nur einige Tage später das Aus im DFB-Pokal vor heimischer Kulisse. Auch das letzte Duell gegen die ehemalige „Sphinx des Nordens“ am 9. Oktober 2026 im Westfalenstadion stimmt nicht gerade optimistisch. Ein fast sicher geglaubter Sieg wurde hier gegen die Grün-Weißen um ihren Rückkehrer „Lücke” fahrlässig aus der Hand gegeben. Am Ende stand ein frustrierendes 2:2 auf der Anzeigetafel. Nach der Länderspielpause schien der BVB irgendwie den Rhythmus verloren zu haben.
Das Wort Krise wurde bei uns intern nicht so gebraucht, das hat uns schon ein bisschen gewundert.
Das waren die Worte des Sportdirektors nach dem Auswärtssieg in Aserbaidschan. Zuvor hatte die Mannschaft eine 0:1-Niederlage gegen Bodö/Glimt sowie ein zähes 0:0 bei Union Berlin hinnehmen müssen. Der 2:1-Erfolg bei Sabah FK konnte durchaus als Arbeitssieg bezeichnet werden. Am Netradio war allerdings von Souveränität nichts zu spüren. Nur dank Serhou Guirassy endete auch diese Partie nicht im Desaster. Am vergangenen Samstag ging es dann gegen den Tabellenlelften der Bundesliga. Bei der Eintracht sucht man aktuell einen Nachfolger für Markus Krösche als Sportvorstand.
Adi Hütter musste hingegen auf eine Statistik schauen, bei der die Borussen deutlich die Nase vorn hatten – und das sollte sich nach der Partie am Samstagabend auch nicht ändern. In einem hart umkämpften Spiel hieß der Matchwinner erneut Maximilian Philipp. Mit seinem Tor zum 1:0 schoss er den BVB für kurze Zeit wieder an die Tabellenspitze. Es war ein mehr als verdienter Sieg und erneut ein Zu-null-Spiel.
Für mich war es wichtig, dass wir nach diesen wirklich drei schweren Auswärtsspielen, die wir hatten, gegen eine spielstarke Mannschaft der SG gewonnen haben.
Nun ist es an unseren Borussen, nachzulegen, um in die dritte Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Hoffen wir, dass unsere schwarzgelbe Kugel bei der Auslosung des Achtelfinales am 1. November in der Sportschau im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund noch dabei ist. Leverkusen war gestern, morgen müssen wir den „Fischköppen” ihre Grenzen aufzeigen. Die schöne Zeit im Westfalenstadion sollte für „Lücke” an diesem Dienstagabend vorbei sein. Es ist noch ein langer Weg nach Berlin, aber wir hätten alle mal wieder Bock, dorthin zu fahren. Dafür bleiben wir auch gerne bis Mitternacht auf, auch wenn das nicht unbedingt nötig ist! Heja BVB!