Champions-League-Auftakt

Das gelbe U-Boot vor der gelben Wand

Auf dem grünen Rasen des Westfalenstadions liegt das Logo der Champions League. Dahinter türmt sich die gefüllte Südtribüne auf.
Das Warten hat ein Ende: Endlich wieder Champions League in Dortmund. · Bild: schwatzgelb.de

Flutlicht, Westfalenstadion, Hymne - Die Champions League ist zurück. Mit dem FC Villarreal trifft der BVB auf einen Gegner, bei dem man zumindest auf den ersten Blick nicht sofort Angst bekommen muss. Borussia Dortmund ist mit drei Siegen aus drei Pflichtspielen in die Saison gestartet. In der Bundesliga stehen zwei Siege, im DFB-Pokal gab es ein standesgemäßes 5:0 beim HEBC. Villarreal dagegen wartet nach vier Ligaspielen noch immer auf den ersten Sieg. Eigentlich also beste Voraussetzungen für eine neue Auflage der Königsklasse. Eigentlich.

Während es beim BVB vorne läuft, wird es hinten immer enger. Emre Can und Nico Schlotterbeck fehlen. Ramy Bensebaini steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Dazu kommen Giannis Konstantelias und Filippo Mane, der sich erst am Samstag verletzt hat. Kovac muss also umbauen. Ausgerechnet vor dem ersten Abend im Europapokal.

FC Villarreal - War da nicht was?

Dass Villarreal in der La Liga noch nicht gewonnen hat, will BVB-Trainer Niko Kovac nicht überbewerten. Die Ergebnisse würden laut Kovac keinesfalls die tatsächliche Leistung der Spanier widerspiegeln. Villarreal ist immerhin in der vergangenen Saison Dritter geworden. Und das nicht nur durch Zufall. Eine berechtigte Warnung. Denn ein Blick auf die Tabelle Anfang September erzählt selten die ganze Geschichte.

Auf einer LED-Tafel im Westfalenstadion, sind die Logos von Borussia Dortmund und Villarreal zu sehen. Dahinter leere Stühle einer Kurve.
Der spanische Erstligist wird nur von wenigen Zuschauern begleitet. 39 Fans vom FC Villarreal haben eine Karte gekauft. · BVB

Ende November vergangenen Jahres war Villarreal bereits zu Gast in Dortmund. Der BVB gewann 4:0, Serhou Guirassy traf doppelt. Der Ex-BVB-Spieler Karim Adeyemi und Daniel Svensson machten den Abend endgültig deutlich. Der spanische Klub reist diesmal mit einem neuen Trainer an und dürfte auch deswegen wenig Interesse daran haben, die deutliche Niederlage aus dem vergangenen Jahr noch einmal zu wiederholen.

Serhou Guirassy ist wieder ganz der Alte

Zumindest offensiv kann Kovac weiter auf seine wichtigste Konstante setzen: Serhou Guirassy. Der Stürmer soll seine gute Form auch wieder auf die Champions League übertragen. Niko Kovac bezeichnete ihn zuletzt als "Lebensversicherung". Waldemar Anton sieht bei dieser Versicherung sogar noch Luft nach oben:

Serhou kann noch besser spielen.

— BVB-Profi Waldermar Anton

Keine schlechte Nachricht bei einem Gegner, gegen den Guirassy zuletzt zweimal getroffen hat. Der BVB hat also den Heimvorteil, die bessere Form und einen Gegner vor der Brust, der selbst noch nach seiner Form sucht. Genau darin liegt die Spannung: 

Der BVB sollte dieses Spiel gewinnen. Aber Kovac muss erst einmal eine Mannschaft auf den Platz bekommen, die hinten stabil genug steht, um sich vorne auf Guirassy und Co. verlassen zu können. Borussia Dortmund muss erst noch beweisen, dass der gute Saisonstart auch auf europäischer Bühne etwas wert ist.

In diesem Sinne: Forza BVB!

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