Die BVB-Handballdamen bleiben in der Bundesliga ohne Punktverlust. Gegen den SV Union Halle-Neustadt setzten sich die Dortmunderinnen am Mittwochabend in der Halle Wellinghofen mit 33:24 (17:11) durch und feierten damit den vierten Sieg im vierten Saisonspiel. Nach einem zunächst holprigen Start fand der BVB immer besser in die Partie und ließ den Wildcats letztlich keine Chance.
Vor dem Spiel hatte Trainer Kay Rothenpieler von einem „guten“ Saisonstart gesprochen. Diesen wollte sein Team am Mittwoch weiter ausbauen – und genau das hat geklappt. Allerdings musste der BVB dafür erneut auf Emma Olsson (Oberschenkel), Pam Korsten (Knie) und Lena Hausherr (Knie) verzichten.
Nach frühem Rückstand kommt der BVB ins Rollen
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen. Halle-Neustadt erwischte den besseren Start und ging früh mit 4:2 in Führung. Doch die Schwarzgelben ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und kamen anschließend immer besser ins Spiel. Ein wichtiger Faktor dabei war auch Torhüterin Nicole Wiggins, die unter anderem einen Siebenmeter parieren konnte. Auf der anderen Seite nahm die Dortmunder Offensive zunehmend Fahrt auf.
Nach zwölf Minuten sah sich Wildcats-Trainer Pether Krautmeyer deshalb bereits zur ersten Auszeit gezwungen. Halle-Neustadt versuchte anschließend, mit sieben Feldspielerinnen im Angriff für zusätzliche Gefahr zu sorgen. Dadurch ergaben sich allerdings auch Lücken in der eigenen Defensive. Dortmund wusste diese zu nutzen und konnte sich bis zur Pause auf 17:11 absetzen.
Mit ordentlich Rückenwind kamen die Dortmunderinnen aus der Kabine. Immer wieder ergaben sich dabei sogar Möglichkeiten, aus der eigenen Hälfte auf das verwaiste Tor der Gäste zu werfen. Mal fehlten nur wenige Zentimeter, mal landete der Ball am Pfosten. Das offensive Überzahlspiel der Wildcats hatte damit seinen Preis. Gleichzeitig verteidigte der BVB den eigenen Vorsprung und hielt Halle-Neustadt auf Abstand. Beim Stand von 23:17 nahm Dortmunds Trainerteam die zweite Auszeit. Die Handballerinnen brachten die Partie zunehmend unter Kontrolle.
Dortmund zieht davon
Auch personell gab es noch etwas zu vermelden: Die eingewechselte Nele Kliewe feierte auf Rechtsaußen ihr Bundesliga-Debüt. Im Tor löste zudem Sarah Wachter Nicole Wiggins ab, die bis dahin eine gute Leistung gezeigt hatte. Fünf Minuten vor dem Ende war der Vorsprung erstmals zweistellig. Die Gäste konnten in der Schlussphase zwar noch einmal etwas verkürzen, am Dortmunder Sieg änderte das jedoch nichts mehr. Nach 60 Minuten stand ein 33:24 auf der Anzeigetafel.
Nach Abpfiff zeigte sich Kay Rothenpieler vor allem mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden. Auch die Hektik habe man im Vergleich zu den vergangenen Spielen besser in den Griff bekommen. Ein kleiner Kritikpunkt blieb allerdings das Spiel gegen die offensive Formation der Wildcats. Auf die Umstellung reagierte Dortmund nicht immer konsequent genug.
Dann hat Halle auf Sieben-gegen-sechs umgestellt. Da waren wir ab und zu ein bisschen zu passiv und es wurde zu einfach.
Insgesamt brachte der BVB das Spiel aber souverän zu Ende und machte damit den nächsten Schritt in der noch jungen Saison. Nach dem vierten Sieg im vierten Bundesligaspiel, steht Borussia Dortmund auf dem zweiten Tabellenplatz. Bei 8:0 Punkten steht lediglich die HSG Blomberg-Lippe vor dem BVB. Die HSG liegt nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor den Schwarzgelben.
Champions League am Samstag
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Als Nächstes wartet international ein echter Härtetest auf die Dortmunderinnen: In der EHF Champions League trifft der BVB auf CSM București. Anwurf ist um 16 Uhr in der Helmut-Körnig-Halle.
In diesem Sinne: Forza BVB!