Drei Siege hintereinander!

Handballerinnen gewinnen durch Traum-Duo auch gegen RK Krim

Alieke Van Maurik springt mit dem Ball in der linken Hand, vor der Verteidigung von Krim hoch.
Alieke Van Maurik bringt den BVB mit einem Wurf aus der zweiten Reihe ins Rollen. · Bild: BVB

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund haben auch im fünften Gruppenspiel der EHF Champions League gewonnen. Gegen RK Krim Mercator siegte der BVB in der Helmut-Körnig-Halle mit 37:31 (22:18). Dortmund feiert damit international den dritten Erfolg hintereinander. Personell konnte Trainer Kay Rothenpieler auf eine Rückkehrerin zurückgreifen. Ona Vegué war nach überstandenen Knöchelproblemen wieder mit dabei. Mareike Thomaier (Blinddarm-Operation), Emma Olsson (Oberschenkel), Lena Hausherr (Knie) und Pam Korsten (Knie) fehlten allerdings.  

Die Gäste aus Ljubljana erwischten den besseren Start. Der BVB fand zunächst kaum Wege durch die Mitte, verlor früh Bälle und lief im Angriff häufig über die rechte Seite. Kelly Vollebregt sorgte mit ihrem Treffer zum 1:1 zunächst für den Ausgleich, doch der BVB brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Krim nutzte das und ging nach wenigen Minuten mit 3:1 in Führung. Erst nach einer Zeitstrafe gegen Krim übernahm Dortmund mehr und mehr die Kontrolle. Lara Egeling traf per Heber, Vollebregt brachte den BVB in der 11. Minute mit dem 9:8 erstmals in Führung. Auch danach blieb die Partie lange ausgeglichen. Krim fand immer wieder Wege zum Tor, während Alina Grijseels auf Dortmunder Seite zunehmend Verantwortung übernahm. Sie tankte sich mehrfach durch die Abwehr, wurde dabei gefoult und verwandelte ihren Siebenmeter.

Nach 20 Minuten führte der BVB nur knapp mit 16:15. Doch in dieser Phase begann sich die Partie zu drehen: Die Dortmunder Defensive wurde stabiler, Krim ließ mehrere gute Abschlussmöglichkeiten liegen. Nicole Wiggins, die in der zweiten Halbzeit der ersten Halbzeit im Tor stand, sorgte mit mehreren Paraden für Sicherheit und hielt unter anderem einen Siebenmeter. Grijseels und Lisa Antl kombinierten sich zunehmend besser am Kreis. Antl traf kurz vor der Pause zum 22:18, wodurch der BVB mit einem verdienten Vier-Tore-Vorsprung in die Kabine ging.

Klarer BVB nach der Pause

Direkt nach Wiederanpfiff traf Alieke van Maurik zur weiteren Dortmunder Führung. Krim verkürzte zwar auf 23:19, doch Antl erhöhte nach einer starken Passkombination auf 24:19. Von diesem Zeitpunkt an hatte Borussia Dortmund die Kontrolle. Aber auch in Unterzahl-Situationen blieb Dortmund stabil. Wiggins parierte stark und verhinderte, dass Krim näher herankam. In der 37. Minute erhöhten Grijseels und Antl nach einer weiteren Kombination am Kreis noch auf 26:19. Krim nahm zwar sein zweites Team-Timeout, konnte den Dortmunder Lauf aber nicht stoppen. 

Alina Grijseels zeigt mit ihrer Hand in eine Richtung, während ihre Mitspielerinnen um sie herum laufen.
Gegen RK Krim war viel Zuweisung und Absprache notwendig. · BVB

Dann hatten die Schiedsrichter auf einmal die Partie unterbrochen. Grijseels war von einer Krim-Spielerin ins Gesicht getroffen worden. Die Gegenspielerin erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe und der BVB nutzte die Überzahl gekonnt aus, um die Führung weiter auszubauen. Krim kam zwar auf 32:26 heran, doch Grijseels verwandelte anschließend einen Siebenmeter. In der Schlussphase sorgte Antl mit Treffern zum 35:28 und 36:29 für die endgültige Entscheidung. 37:31 ist der Endstand.

Das waren Big Points für uns, hier und heute nachzulegen. Wir sind in der Champions League voll im Soll, das ist mega! Die Mannschaft hat es überragend gemacht (...).

— Cheftrainer Kay Rothenpieler

Vor allem nach der Pause zeigte der BVB eine reife Leistung. Die Defensive wurde griffiger und Wiggins sorgte mit mehreren wichtigen Paraden für Stabilität. Wie Rothenpieler aber im Anschluss zurecht angemerkt hatte, war Borussia Dortmund in der ersten Halbzeit zu zaghaft. Das große Thema in der Pausenansprache. Am Ende hätte der BVB auch noch öfters schneller spielen können. 31 Gegentore sind in der Endbewertung zu viel.

Wie aus einem Guss

Besonders effektiv war das Duo von Alina Grijseels und Lisa Antl am Kreis. Antl profitierte mehrfach von den Zuspielen ihrer Kapitänin und war in der Schlussphase entscheidend. Nach dem Abpfiff auf der Platte sagte sie:

Unser Zusammenspiel hat in der zweiten Halbzeit immer besser funktioniert und das war auch gut so.

— Spielerin Lisa Antl

Vor allem darauf kommt es in den nächsten Tagen an. Denn in der Handball Bundesliga geht es für das BVB-Team am Mittwoch (14.10., 19 Uhr, Dyn/sporteurope.tv) schon mit einem Auswärtsspiel gegen den VfL Oldenburg weiter. Danach wartet in der Champions League FTC Cargo-Rail Hungaria.

In diesem Sinne: Forza BVB!

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